Bauermanns Besuch in Ludwigsburg hinterlässt bleibenden Eindruck
Bundestrainer Dirk Bauermann war am Samstag zu Gast in Ludwigsburg und sorgte mit seinem Besuch für einen Höhepunkt in der noch jungen Geschichte der Basketball-Akademie. Zusammen mit dem Athletiktrainer der deutschen Nationalmannschaft Marcus Lindner begeisterte der 52-Jährige über sechzig interessierte Trainerkollegen beim V. BBA-Workshop mit Einblicken in seine Spielphilosophie und hinterließ durch seinen kompetenten wie sympathischen Auftritt bei allen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck. Zuvor hatte sich Bauermann beim Pressegespräch sehr positiv über das Nachwuchsprogramm der Basketball-Akademie geäußert und den Ludwigsburger Verantwortlichen ein großes Lob für die geleistete Arbeit ausgesprochen.
„Ludwigsburg hat sich in den letzten drei Jahren zu einem echten Vorzeigestandort in Sachen Nachwuchsarbeit entwickelt. Die Verantwortlichen haben hier erstklassige Arbeit geleistet und tolle Rahmenbedingungen für die Förderung von Talenten geschaffen. Beim Bundesjugendlager in Heidelberg vergangene Woche kamen die besten Spieler des Turniers aus den Reihen der Basketball-Akademie, das kommt nicht von ungefähr“, mit diesen lobenden Worten leitete Dirk Bauermann am Samstagmorgen das Pressegespräch im nestor Hotel ein, bei dem der Bundestrainer zusammen mit dem 1. Vorsitzenden der EnBW Ludwigsburg Alexander Reil sowie Teammanager Mario Probst den Vertretern der regionalen Medien Rede und Antwort standen.
Zur selben Zeit hatten sich in der Ludwigsburger Rundsporthalle bereits über sechzig Trainerinnen und Trainer eingefunden um sich beim V. BBA-Workshop fortbilden zu lassen. Nach dem Check-In und einer kurzen Einführung von BBA Head Coach Tobit Schneider begann Marcus Lindner mit seinem Vortrag über die athletischen Anforderungen im modernen Basketball. Beim Athletiktrainer der deutschen A-Nationalmannschaft kamen die Teilnehmer dann mächtig ins Schwitzen, wurden die Trainerinnen und Trainer doch bei der Demonstration der Übungen zum aktiven Mitmachen aufgefordert um somit für lebendige 90 Minuten mit Lindner zu sorgen.
Nach dem anschließenden Mittagessen folgte ein Referat von Bauermann über die Verantwortlichkeiten und Aufgaben von Jugendtrainern. Der Bundestrainer betonte die Wichtigkeit jedes einzelnen Trainers der im Nachwuchsbereich an der Basis des Basketballsports arbeitet und versuchte kurz und prägnant die wichtigsten Themen dieser Arbeit herauszuarbeiten. Dabei sprach Bauermann neben technischer und spieltaktischer Ausbildung vor allem auch über die Vermittlung von Werten und der Entwicklung von Persönlichkeiten. „Euer Job ist es nicht Spiele oder Meisterschaften zu gewinnen. Euer Job ist es die Entwicklung eurer Spieler, sowohl basketballerisch als auch menschlich, voranzutreiben und dabei immer als gutes Beispiel voranzugehen,“ richtete der 52-Jährige seinen Leitsatz über die Jugendarbeit an die teilnehmenden Trainerkollegen, die dem Bundestrainer regelrecht an den Lippen klebten. Nach Abschluss dieses Themas richtete Bauermann sein Augenmerk auf die sogenannten Automatismen im Basketballsport und demonstrierte zusammen mit dem JBBL-Team der BBA Ludwigsburg einige Übungen zu Grundlagen wie Passen, Werfen und dem allgemeinen Entscheidungsverhalten im Spiel. Das Dribbling grenzte Bauermann in seinem Vortrag bewusst aus „da es im Basketball in erster Linie darum geht als Mannschaft zu spielen und immer den besser postierten Mann zu finden, gedribbelt wird schon genug.“ Der Bundestrainer verwies außerdem auf seine jahrelange Arbeit mit dem „besten Werfer der Welt“, Dirk Nowitzki, „denn der Deutsche Basketball braucht mehr gute Werfer“ oder Allrounder wie Hidayet Turkoglu, der „den Ball besser vom Gegner abschirmen kann als jeder andere Spieler auf dieser Welt“. Durch seine hohe Fachkompetenz und die anschauliche Art und Weise schaffte Bauermann es in den drei Stunden seines Vortrags unglaublich viel Wissen an seine Trainerkollegen zu vermitteln und eine Reihe von Denkanstößen zu geben, die jedem Teilnehmer bei seiner täglichen Arbeit mit Nachwuchsspielern helfen wird. Der Bundestrainer nahm sich außerdem viel Zeit um auf sämtliche Fragen der Teilnehmer einzugehen und hinterließ so bei allen beteiligten einen überaus positiven Eindruck.
Im Anschluss an den Workshop stand Bauermann außerdem noch für Fotos und kurze Gespräche zur Verfügung, die von den meisten Trainern genutzt wurden um den Erfolgscoach noch einmal hautnah zu erleben, ehe der 52-Jährige zum ING-DiBa Camp nach Nürnberg aufbrechen musste um den nächsten Termin in seinem vollen Kalender wahrzunehmen. Dem zudem noch gesundheitlich angeschlagenen Bundestrainer gebührt großer Dank für seinen Besuch beim V. BBA-Workshop, der als rundum gelungene Veranstaltung und echtes Highlight in die Geschichte der Basketball-Akademie eingehen wird.
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